"Früher hat´s das auch nicht gegeben" - Bobath für Kinder

Zur ersten Frage lautet die Antwort wie folgt. Bobath ist eine sanfte Therapieform für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die, im Großen und Ganzen dabei helfen soll Bewegungen effektiv zu erlernen bzw. wieder zu erlernen. Dabei spielt nicht die Quantität (die Menge der Bewegungen) sondern die Qualität (Wie sieht die Bewegung aus eine wichtige Rolle.

Bei Säuglingen bedeutet dies ein breites Spektrum von Möglichkeiten und Krankheitsbildern, die behandelt werden können. Angefangen bei Babys, die zu früh, durch einen Kaiserschnitt oder mit einer schweren Geburt zur Welt gekommen sind, bis hin zu Säuglingen, die mit Gendefekten wie Trisomie 21 oder mit Hirnblutungen und damit verbundenen Lähmungen geboren wurden. Sie alle haben gemeinsam, dass sie in ihrer motorischen Entwicklung hinter dem zurückstehen können was vorgegeben ist, bzw. was „gesunde“ Säuglinge in den einzelnen Lebensmonaten abrufen können.
Dies trifft natürlich nicht automatisch auf jedes Kind zu, sondern sollte beim Kinderarzt festgestellt werden. Auch ganz gesunde Säuglinge können mal einen Entwicklungsrückstand aufweisen, häufig durch die Gemütlichkeit des Babys selbst oder auch durch Unwissenheit und damit ungünstiges Handling der Eltern. Dabei sprechen wir von so banalen jedoch wichtigen Dingen wie der Bauchlage, dem Unterarmstütz und dem Drehen bis hin zum Krabbeln und Laufen. Diese Dinge kann man mit der Bobaththerapie gut anbahnen. Das funktioniert über sanfte Bewegungsimpulse durch die Hände des Physiotherapeuten, bei der eine bestimmte Richtung vorgegeben und dann auf die Reaktion vom Kind z.B. das Drehen des Kopfes zu einer Seite gewartet wird. Für viele Außenstehende sieht diese Behandlung zunächst wie Handauflegen aus, jedoch ist sie für den Säugling harte Arbeit und durchaus auch mit etwas Muskelkater verbunden.

Doch die Fortschritte die die Kinder mit dieser Therapie Woche um Woche machen sind enorm und zeigen, dass Bobath durchaus seine Berechtigung hat, auch „Wenn´s das früher nicht gegeben hat und die Kinder trotzdem groß geworden sind“.
Und je eher man bei Auffälligkeiten mit der Therapie beginnt umso schneller holen die Säuglinge den Rückstand auf und umso normaler ist die Therapie für die Kinder. Da nützen auch Sätze von manchen Kinderärzten wie „das ist nicht so schlimm, das Kind hat noch Zeit“ nicht viel.
Wer fragen zu diesem Thema hat oder bei seinem Baby das Gefühl hat, dass irgendwelche Bewegungen fehlen oder nicht in Ordnung sind, oder das Kind eine Seite bevorzugt, kann sich jeder Zeit bei uns im Therapiezentrum erkundigen und das persönliche Gespräch mit unseren Therapeuten suchen.

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